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Kroatientörn 2001

8. Tag
15.04.01
Biograd - Zadar
NE 5-6
1/8
14C
25 sm
6 h

Das Wetter sieht heute bedeutend besser aus: Der Himmel ist strahlend blau und das Meer leuchtet in den verschiedensten türkis- und blau-Tönen. Im Kontrast zum gelben Stein am Ufer wirkt das einfach nicht echt. Toll! Der Wind kommt aber leider immer noch stramm aus NE und so reffen wir beide Segel einmal und verlassen gemeinsam mit einer 46ft-Schüssel den Hafen. Unsere kleinen Segel stehen schon zwischen den Molenköpfen und mit ordentlicher Krängung bolzen wir los. Neben uns motort dabei dauernd diese riesige Kiste und kämpft ewig mit ihren Rollsegeln. Keine Ahnung was da schief gegangen ist, aber erst nach etwa 20 min haben sie alles stehen und fallen ab. Sie wollten also gar nicht in unsere Richtung fahren. :o)
Das Wasser hier zwischen dem Festland und der ersten Insel ist relativ flach und leuchtet somit in türkis. Wir können uns somit zunächst mal an den perfekten Bedingungen freuen. Leider müssen wir aber feststellen, dass sie nur durch zwei Inseln geschaffen werden, die alle bösen Wellen brechen.
Als wir sie passieren geht der Tanz wie vor zwei Tagen erneut los. Wir hoppsen wirklich wie verrückt über die gut 1,5 m hohen und wiedermal sehr steilen Wellen. Unser Dinghi folgt uns treu, springt aber noch stärker. So wird es immer mühsamer, noch Höhe gut zu machen. Außerdem ist der Wind erstaunlich kalt, so dass die Stimmung langsam aber sicher sinkt. Ich merke sogar irgendwann ein leichtes Drücken im Magen, ein klares Zeichen für die nahende Seekrankheit. In diesem Fall ist es wirklich klar und deutlich psychisch bedingt, weil wir einfach kaum voran kommen. Bei einer Wende hat sich das Segel irgendwo an der Spibaum-Schiene am Mast verhakt und reist vor dem Saum parallel dazu 10 cm lang ein. Wir flicken ihn mit Klebeband.
Auf der Karte sah es wie ein Katzensprung aus, aber wir sind richtig geschafft, als wir endlich die Marina Zlatna Luka erreichen. Der Außenborder wird ein letztes Mal angeschmissen, die Segel ordentlich geborgen und dann setzt uns Steffi sauber in die Box am Anfang des Stegs. Man, sind wir froh, dieses Stück geschafft zu haben.
Den Nachmittag räumen wir die Laser auf und machen sauber. Dann gönnen wir uns das letzte günstige Abendessen im Hafenrestaurant und schlafen früh ein.

16.04.01
Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass vom Vermieter keiner zum Hafen kommen kann. Wir müssen leider unseren Bus erwischen und verabreden am Telefon, dass sie uns das Geld überweisen. Dann bringt uns der Taxifahrer von der Hinfahrt zum Busbahnhof und pünktlich geht es los. Die 24 h bis Duisburg gehen wieder irgendwie herum, wobei wegen der dauernd laufenden kroatischen Volksmusik im Radio kaum an Schlaf zu denken ist.
Ein paar Monate später nach ein paar Mal nachfragen kommt endlich die Überweisung, wobei für die Segelreparatur ein aberwitziger Preis verlangt wird. Nach wiederholtem Verhandeln mit dem Vermieter bekommen wir aber dann doch irgendwann einen Restbetrag überwiesen. Leider ein etwas unerfreuliches Ende der Reise, die ansonsten sehr erlebnisreich und schön war.