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6.-13.06.2016, Retro Ronde 2016 in Oudenaarde/B

In Oudenaarde fand schon die zehnte Retro Ronde statt, wieder so ein Festival um und für alte Rennräder. Im Gegensatz zur L'Eroica aber bedeutend weniger kommerziell ausgerichtet, was dem ganzen mehr Charme gibt.

Montag


Entspannte Zugfahrt nach Leiden/NL bei schönstem Wetter. Den Bob haben uns Bruno und Regina geliehen, da wir die Rennräder nicht mit Gepäck belasten wollten. Trotz sparsamem Packen kam doch wieder einiges zusammen, doch der Bob steckt das locker weg und fährt sich sehr angenehm. Das Umsteigen (Hamburg, Osnabrück, Amsterdam) war immer sehr sportlich und knapp. Ich mühte mich mit dem Hänger ab und Christian jonglierte beide Rennräder durch die Massen. Haben aber alle Anschlüsse bekommen. Abends leckeres Essen und Versorgung im Hotel Mama.

Dienstag


Obwohl nicht mal seit einer Woche Vater von Nr. 2, begleitet uns Andreas auf der ersten Tagestour. Durch den Dünenradweg nach Norden, Kaffeepause in Zandvoort, Mittag (Pommes & Frikandell, was sonst?) in Ijmuiden, dann am Nordzeekanaal landeinwärts und entlang der Haarlemmer Ringvaart wieder zurück. Es war warm und windstill, perfekte Bedingungen. Nur das Wasser wurde zwischenzeitlich knapp, was aber beim spontanen Stopp bei Ikea wieder aufgefüllt wurde. Am Ende standen wegen kleiner Umwege 110 km auf der Uhr, geplant waren ursprünglich 90. Puh...

Mittwoch


Die zweite Tagestour, diesmal mit dem Vorsatz, die geplante Strecke von 85 km einzuhalten. Die Runde ging nach NO raus zum Kaag, dann entlang der Ringvaart nach Osten und mitten durch das Groene Hart zurück nach Leiden. Ich wußte gar nicht, dass es da so schön ist. Immer an kleinen Kanälen entlang, durch niedliche Dörfer. Viele Radfahrer waren unterwegs, aber kein Wunder, bei der Landschaft.


Über eine kleine Schleuse.


Bombenstimmung bei idealen 24C und Sonnenschein satt.


Zwischenzeitlich führte der parallel laufende Gehweg über das Wasser und Christian machte den Jesus.


Alles sehr malerisch und schnuckelig. Nicht zum Heizen, aber zum Genießen genau richtig.

Donnerstag


Alles ist gepackt und der Bob ist angekuppelt. Die Sonne scheint, der Wind weht aus Nord, also genau von hinten. Es kann losgehen!


Mit Vollstoff über den Dünenradweg, besser geht es eigentlich nicht.


Schon in Hoek van Holland, kurze Pause am Maasmond und den Schiffen zugeschaut, den Bob gewechselt und schnell weiter.


Die Maas landeinwärts am Sturmflutsperrwerk vorbei. Zwei viertelkreisförmige Tore, mit denen die Maas einfach geschlossen werden kann.


Kurze Verschnaufpause und Müsliriegel (hatte einen Tatterich) beim Warten auf die Fähre.


Mitten durch das Hafengebiet entlang von Industrie und großen Straßen und Brücken.


Dann wieder herrliche Dünenwege auf den Inseln des Deltas.


Kurze Verschnauf- und Pinkelpause und dann immer weiter, wir haben Hummeln im Hintern.


Bei der obligatorischen Calipo Cola Pause auf der Neeltje Jans entscheiden wir: Die paar (25) Kilometer bis Vlissingen stecken wir locker weg. Also buchen wir ein Zimmer im dortigen Hostel. Ab jetzt läuft die Uhr und wir flitzen teils mit >30 km/h dahin. Es rennt und rennt und rennt.


Schnell über die Stormvloetkering unter der die Flut das Wasser um die Pfeiler zum Kochen bringt.

Freitag


Ausgiebiges Frühstück mit u.a. Hagelslag im Hostel von Vlissingen. Wir hatten einen riesengroßen Raum mit allem was man braucht. Sehr zu empfehlen.


Tschüss Vlissingen, auf zu neuen Heldenfahrten! Zum Glück nur noch 80 km, die 150 km vom Vortag stecken uns ganz gut in den Beinen.


Von Vlissingen nach Breskens fährt nur noch eine kleine Fußgängerfähre, Autos nehmen den Tunnel. Die Fahrräder werden angebunden.


Wäre auch geil.


Mittagspause mit Baguette, Ziegenkäse, Salami und Erbeeren am stinkenden, belgischen Kanal.

Samstag


25 km Ausfahrt zu den berühmtesten "Rampen" der Tour von Flandern. Bis zu 25% Steigung etwa 40 m hoch und als wenn das alles noch nicht reicht mit gröbstem Kopfsteinpflaster belegt. Ich bin abgestiegen, keine Chance. Christian war weiter vorne und hat sich hoch gekurbelt. Alter Killer.


Nachmittags gab es in Oudenaarde sog. "Criterium"-Rennen. Im K.O.-System mit Sprints über das Kopfsteinpflaster im Innenhof des Klosters. Stürze vorprogrammiert, sehr spektakulär und spannend.

Sonntag


Die große Runde über 100 km. Mein Handyakku war leer, daher nur wenige Fotos von Christian. Es lief wie die Sau, wir merkten die vier Tage Training und fuhren was das Zeug hielt. Zum Abgewöhnen waren die Kopfsteinpflasterpassagen ("Kassei") und wenn es dann noch bergauf ging, wurde es hart. Musste aber nur einmal absteigen (bekam auf den Steinen einfach nicht den Reifen an den Boden). An den vier Rastplätzen gab es allerhand Leckereien, also Mangel war Fehlanzeige. Irgendwo zwischen dem 1. und 2. Rastplatz verlor ich Christian aus den Augen, weil er falsch abgebogen war (es gab unheimlich viele Wegweiser diverser Routen) und fuhr dann mein Tempo durch bis zum vierten Rastplatz (Eis mit Erdbeeren), wo wir uns wieder trafen. Ab da spielten wir auf den letzten 20 km "wilde Sau" und rasten was die Beine hergaben. Der Tacho verzeichnete am Ende ein Maximum von 58,1 km/h. Puh...


Im Ziel, fertig und glücklich.

Montag



Auf der langen Heimreise, Umsteigen in Köln. Es regnet...