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Langlaufen 2004

4. Tag
Di, 02.03.04
Routen: Grün 4-6-3-5, Rot 1
Strecke: ~40,7 km

Nachdem wir gestern den Sonnenaufgang aus der "Sicherheit" der warmen Hütte betrachtet haben, wollen wir heute morgen auf der Piste sein. Sozusagen als klei-nes Aufwärmtraining vor dem Frühstück. Gudrun und Katja klappern schon mit ihren Skiern als wir uns aus dem warmen Bett quälen. Draußen auf der Grün 4 werden wir aber schnell für die Mühe belohnt. Die flach einfallende Sonne taucht alles in goldenes Licht, die Loipe ist frisch gespurt und es läuft prima. An einem flachen Hügel üben wir mit Katja das Pflügen und Schussfahren. Sie wird so si-cher, dass wir ihn zum Schluss zu viert gleichzeitig 'runterfahren müssen. Auch wenn ich zur Sicherheit Gas gebe und den anderen schnell wegfahre, klappt es problemlos.
Nach dem Frühstück machen sich Andrea, Jochen, Heike und Billi mit dem Bus auf, um die Blau 4 zu laufen. Nachdem es gestern im Tal so schön war, schließen sich Steffi und ich bei Gudrun und Katja an. Ich komme mir noch richtig überheb-lich vor, als ich die beiden vor der steilen Abfahrt warne (Katja liest abends in der Loipenbeschreibung: "challenging downhill slope"), aber es schien nicht als War-nung 'rüber gekommen zu sein. Gudrun schafft es nicht, richtig zu bremsen, heizt also ziemlich flott, aber immerhin ohne zu fallen in einem Stück bis 'runter. Katja kommt auch sehr gut zurecht, legt sich nur einmal vor meiner Kamera hin (Show-einlage?) und platzt fast vor Stolz, als auch wir unten ankommen. Bei der Abfahrt war das wirklich eine reife Leistung.
Im Tal läuft es wieder phantastisch. Es muss irgendwie am Schnee liegen. Am Skilift in Raudalshytta machen wir Pause und kehren wieder um. Wenn man es etwas ruhiger angeht kommt Katja locker mit und als wir nach dem steilen Aufstieg schnaufend oben stehen kommt sie bis zur Hütte nicht mehr aus dem Grinsen 'raus.
Nach der Mittagspause (auf der Veranda in der Sonne) machen Steffi und ich uns an den langen Aufstieg zur Rot 1. Einmal oben werden wir aber durch das grandi-ose Panorama über den Javnin-See belohnt. Die Sonne steht schon relativ nied-rig, also werfen die Berge lange scharfe Schatten, aber es sieht einfach genial aus. Unser Elan treibt uns bis zum steilen Aufstieg beim Örtchen Ole (eine An-sammlung von Hütten ohne Straßenanbindung) und kurzzeitig spielen wir mit dem Gedanken, die Rot 1 komplett zu fahren. Die Sonne ist allerdings schon so weit gesunken, dass der vor uns liegende Sattel bedrohlich im dunklen Schatten liegt, also lassen wir es und kehren um. In der Dämmerung kommen wir zusammen mit den anderen, die noch mal zur Übung die Grün 8 gefahren sind, an unserer war-men Hütte an.
Ich bin ziemlich zerschlagen und da ich nicht kochen muss, haue ich mich ins Bett. Ich habe wirklich keine Lust zum Essen, so k.o. bin ich, aber nach einem Teller Nudeln mit Tomatensauce kann ich mich einigermaßen berappeln. Und das ist auch gut so, denn heute Abend geht's zur Sache: Dietrich beichtet Jasmin vor-schnell von seinem Seitensprung und die Fetzen fliegen. Moni ist immer noch auf ihn fixiert, aber er nabelt sich langsam ab. Außerdem wird bei ihm eine verengte Ader an der Niere entdeckt, er muss morgen unter's Messer...


Aufbruch!

Unsere Hütte.

Mit Übung geht's.

Kontrolle?

Kontrolle!

Frühstück.

Teebeutel-Lutschen mangels Wasser.

"Challenging downhill slope"

Es geht...

...relativ gut.

Steffi: ohne Probleme.

Schon steil, oder?

Hier geht's wieder.

Bei Gudrun auch.

Bei Steffi sowieso.

Grün 5 durch den Wald.

Wieder an der Hütte.

Mittach!

Auf der Rot 1.

Wir beschließen umzukehren.