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Langlaufen 2004

5. Tag
Mi, 03.03.04
Routen: Grün 1-2, Blau 2-4-2, Grün 2-1
Strecke: ~30 km

Heute morgen bin ich faul und spare mir die Morgenrunde. Es ist soooo kalt. Irgendwo um die -15°C. Dafür tippe ich am Tagebuch weiter und habe auch einen Tag zusammen, als Steffi, Gudrun und Katja wieder kommen. So ein Mist, ich bin einen Tag im Verzug und schaffe es nicht, ihn aufzuholen. Abends bin ich einfach zu müde um noch was erledigt zu bekommen. Nach der Sauna ist man ja so schön schlapp.
Der Rest kommt nur langsam in die Gänge, also machen Katja, Gudrun, Steffi und ich uns schon mal auf. Wir wollen in Richtung Blau 4, vielleicht treffen wir die an-deren ja unterwegs.
Irgendwie habe ich Hummeln im Popo und gemeinsam mit Gudrun stressen wir Katja ziemlich. Und das hier am Berg... Also trennen wir uns. Steffi begleitet Katja und zusammen mit Gudrun komme ich meinem übermäßigen Bewegungsdrang nach.
An der zweiten Kreuzung biegen wir auf die Grün 2 und kurz danach auf die Blau 3. Jetzt kommt ein langer gerader Aufstieg und wir lassen die flachen Kie-fernwäldchen hinter uns und "betreten" die alpine Region. Nur noch Schneefelder umgeben uns.
Kurz vor der Kreuzung zur Blau 2 machen wir eine Tee-Pause, dann kommt die lange Abfahrt nach Smörkolt. Nach der 90°-Kurve nimmt das Gefälle noch etwas zu und wir lassen es im Schuss laufen. Ich weiß nicht was die zwei Omas vor uns falsch machen, aber wir düsen an ihnen vorbei. Es läuft "wie die Sau"!
Nach der Abzweigung auf die Blau 4 wird die Loipe schlecht. Sie verläuft am Hang entlang und die Spuren sind unterschiedlich hoch. Außerdem ist sie ziemlich hub-belig. Keine langen Hügelchen, sondern kurze Hubbel, so lange wie ein Ski, und wir mühen uns etwas ab. Vor Hovnstölen haben wir das Ende des Tals erreicht. Man lief bis hierher immer auf das Bitihorn zu und fühlte sich ganz schön klein.
Auf der anderen Seite des Tals geht's wieder zurück und die Überquerung des Bergrückens bringt uns zum Schwitzen. Vor uns müht sich eine Gruppe von vier Leuten grätschend ab. Ich fange auch an, da schnallt Gudrun ihre Skier kurzer-hand ab und spaziert an uns allen vorbei die Steigung hoch. DAS FRUSTRIERT! Der ganze Glauben an das Langlaufen wird mit jedem ihrer Schritt tiefer in den Schnee gestampft. Oben kommentieren auch die Norweger ihren unkonventionel-len Aufstieg, aber wir verstehen leider nichts.
Auf einem Felsvorsprung mit grandiosem Blick über das Tal sitzt eine Gruppe und macht Mittagspause. Einer fotografiert und sieht aus wie Jochen, aber es sind 6 Leute, also kaum die anderen. Wir hoffen schon, dass sie endlich ihre Sachen pa-cken und wir da hin können, da fangen sie an zu johlen und winken uns zu. Es sind alle anderen, inklusive Katja und Steffi! Wir staunen nicht schlecht, dass auch sie es hier hoch geschafft haben. Steffi sagt, dass es gar kein Thema war.
Der Ausblick ins Tal ist wirklich atemberaubend, die Kälte des Winds allerdings auch. Nach dem Essen bin ich richtig durchgefroren und freue mich, dass es wie-der los geht. Die anderen werden sich jetzt über unseren steilen Aufstieg freuen, aber wir sind der Meinung, dass wir die bessere Fahrtrichtung haben. Lang ge-schwungen geht es zwischen Hügelchen und Wäldchen stetig bergab. Herrlich!
Über die Blau 2 biegen wir wieder auf die Blau 4 und begegnen erst Andrea, Jo-chen, Heike und Billi und dann Steffi und Katja. Mit ihnen zusammen fahren wir so zurück, wie wir hochgekommen sind. Katja kämpft mit der ersten Abfahrt, aber dann meister sie alles locker bis zur Hütte.
Die anderen sind schon seit kurzem da und Heike und Jochen hängen in der Son-ne auf der Veranda herum. Wir gesellen uns dazu, kurz nach dem Laufen ist man so schön aufgeheizt, dass man hier die Sonne richtig genießen kann. Erst später wird einem kalt, aber dann ist die Hütte ja schön mollig warm.
Steffi und ich ziehen uns zur Abwechslung mal normale Wanderschuhe an und stapfen den Berg hoch zum Supermarkt. Das direkt um die Ecke auch einer liegt erfahren wir erst einen Tag später. Wir kaufen die restlichen Dinge für die Fachitas ein und wieder zurück an der Hütte legen wir los. Steffi macht die Dips, und Gud-run und ich produzieren etwa 32 Fachitas wie am Fließband. Nachdem Gudrun nur eine Kaffee-Filter-Form ausgerollt bekommt, mache ich weiter. Ich schaffe zwar auch nur Vierecke, aber besser als Dreiecke.
Das Essen ist auf jeden Fall ein richtiger Festschmaus, allerdings bleiben viele Fachitas übrig. Egal, sie schmecken auch später noch.
Die Story um Dietrich, Jasmin, Monika und Philipp spitzt sich langsam zum Höhe-punkt zu. Das Ende bekomme ich allerdings nur nacherzählt, da ich einschlafe: Dietrich und Jasmin finden nach seiner OP wieder zusammen und Monika schnappt sich Philipp auf Anraten seines Psychologen-Freunds. Bei ihm fühlte sie sich geborgen "wie seit Lichtjahren nicht mehr", was Katja stinkig werden lässt: Lichtjahre sind eine Längeneinheit.


Auf der Blau 4 nach Hovnstölen.

Steffis Fuß.

Synchronlaufen für's Foto.

Abhängen am Abend.

Immer am lachen.