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Englandtörn 2000

12. Tag
14.09.00
Boulogne
S 1-3
4/8
20C
0 sm
0 h

Der heutige Tag beginnt für französische Verhältnisse eigentlich klassisch. Während Andreas und Michael duschen sind, schlummere ich noch ein wenig (ich war um 6:00 ja auch schon auf, um den Wetterbericht mitzuschreiben :o) ) als es plötzlich klopft. Vor der Skua stehen vier Zollbeamte, die gerne an Bord kommen wollen, um die Papiere zu checken. Nachdem sie es sich in der Plicht bequem gemacht haben, reiche ich ihnen alles Vorhandene und ziehe mich erst mal um. Nur der, der alles notieren muß, macht einen strengen Eindruck, den sein schlechtes Englisch aber stark mindert. Die anderen sind ganz fröhlich und vergnügt und der eine, der sogar deutsch kann, fragt mich ein wenig über mein Leben aus, da er im Perso sieht, daß ich in Frankreich geboren bin. Michael steht derweil etwas ratlos auf dem Steg herum, da er denkt sich im Boot geirrt zu haben.
Nachdem wir die Wanten gespannt und die Bilge gelenzt haben (das Leck stellt uns immer noch vor ein Rätsel), machen wir uns auf zum Bahnhof, um Steffi abzuholen. Endlich! Als wir am Bahnsteig auf einem Bänkchen sitzen, können wir aus der Ansage heraushören, daß ihr Zug 20 min Verspätung hat. Nachdem sie herum sind, tut sich allerdings immer noch nichts. Die neue Ansage verstehen wir nicht, also gehen wir wieder zurück. Wieder am Boot treffen wir Steffi, die kurz nach der Ansage (die Ankündigung des Zugs) gekommen war und sich gleich ein Taxi geschnappt hatte. Als wir ihren Rucksack aufs Boot hieven, denken wir uns, daß es so vielleicht doch ganz gut gelaufen ist.
Bewaffnet mit einer langen Liste gehen Michael und Andreas einkaufen. Steffi schläft erst mal eine Runde und ich reinige die Bilge vollends. Danach gibt es erst mal eine große Brotzeit und dann besichtigen wir die Stadt, wobei wir endlich die echte Altstadt entdecken. Sie ist wirklich sehr schön, und in einem Café genehmigen wir uns einen Pastisse.
Vor dem Abendessen haben wir noch mal den laufenden Motor abgecheckt, wobei Andreas ein Leck irgendwo beim Auspuff entdeckt. Bei näherem Hinsehen erkennen wir einen kleinen Riß im Endtopf, aus dem mit jedem Wasserausstoß ein paar Spritzer herausgeblasen werden. Das Abendessen stopft uns dann so knapp nach der Brotzeit restlos, und so fallen wir früh in die Kojen, da wir morgen einen langen Tag vor uns haben.

Fotos:

So werden die Kutter bei Ebbe repariert. Die Gangway bei Ebbe. Knapp 45 bringen uns zum Schnaufen.