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Englandtörn 2000

14. Tag
16.09.00
Eastbourne
W 6
4/8
18C
0 sm
0 h

Heute schlafen wir aus und gehen den Tag ganz ruhig an. Windstärke 6 von vorne wollen wir uns ersparen, das macht keinen Spaß. Nach ausgiebigem Frühstück mit Eiern und Speck bleiben wir fast bis in den frühen Mittag hinein am Tisch hängen und schmausen noch hier und da was in uns hinein.
Bevor wir endgültig abhängen, machen wir uns auf und gehen in Richtung Stadt. Der Weg führt uns auf der Promenade, einem Fußweg auf der Deichkrone, entlang. Ein Vergnügungsbüdchen und -park reiht sich hier an den anderen. Zur Hochsaison muß hier einiges los sein. Aber auch jetzt, am Samstag sind viele Leute, wahrscheinlich Einheimische, unterwegs und vertreiben sich hier die Zeit.
Eine kleine Kartbahn fasziniert uns, aber der Kurs und die Autos sind doch eher für Kinder dimensioniert. Auch das Erlebnisbad entpuppt sich eher als provinzielle Einrichtung, wie auch die Achterbahnen und der Promenaden-Auto-Zug. Nur ein Stück sauberst gemähter Rasen zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Hier wird eine britische Version des französischen Boules gespielt. Zwei ältere Herren in weißer Kleidung und ein Schiedsrichter sind in ein Spiel verwickelt und die "Spannung" ist unbeschreiblich. Very british!
Vor dem Stadtzentrum entdecken wir den ersten Pier. Das scheint etwas typisch englisches zu sein: Es ist auch wieder ein reiner Vergnügungspark mit einer Spielhalle am Anfang, Tatooshops, Bonbon- und Souvenierläden dahinter und danach einem eigenen Erlebnispark mit Bingohalle. Auf Nippes scheinen die Engländer zu stehen. Ihn gibt es auch überall zu kaufen.
Nachdem wir noch durch die Einkaufsstraßen gebummelt sind, geben wir es uns in einem Fish and Chips Lokal. Von fettiger Nahrung haben wir danach erst mal genug und beschließen, wieder selbst zu kochen. Abends gönnen wir uns noch einen Schluck des neu gekauften Gins, um uns an die hiesigen Gepflogenheiten anzupassen. Er ist erstaunlich aromatisch und brennt kaum im Hals.
Wahrscheinlich durch den Alkohol, entschließen sich die anderen zu einer kleinen Schwimmrunde. Das ist mir aber dann doch zu kalt und dreckig. So klar die Nordsee weiter draußen ist, in Landnähe wird sie durch die Schwebestoffe milchig.
Später gehen Michael, Andreas und ich ins Multiplex-Kino, das zum Vergnügungsviertel der Marina gehört. X-Men entpuppt sich aber als ein etwas langweiliger Film. Steffi bewältigt den Abend einiges produktiver, sie lernt für Entwerfen.