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Englandtörn 2000

9. Tag
11.09.00
Dunkerque
NO 1-3
Sonne
25C
0 sm
0 h

Um viertel vor acht geht der Wecker. Michael schreibt heute seine Klausur und kann evtl. heute abend da sein. Deshalb wollen wir ihn anrufen. Im Hafenbüro regt sich allerdings noch nichts, so daß wir nicht erfahren können, wo es Telefonkarten gibt.
Am Schiff wartet schon der Zoll. Eine Blondine und ein kleines kahles Kerlchen. Sie überprüfen wirklich jedes Papier, schreiben alles mögliche auf und gehen sogar mit einem Drogensuchgerät durchs ganze Schiff. Sie scheinen sich zu langweilen. Nachdem wir beim Hafenmeister bezahlt, Michaels Mailbox vollgequatscht und frisches Baguet gefrühstückt haben, nehmen wir alle Bodenbretter heraus und wischen das ganze Schiff einmal durch. Im hinteren Teil der Bilge haben sich wieder 10 l Wasser gesammelt. Jetzt ist alles trockengelegt und wir beobachten, wo es herkommen könnte.
Beladen mit allen Stofftaschen, die wir auftreiben können, laufen wir in die Stadt zum Einkaufen. In dem uns bekannten Zentrum werden wir nicht fündig, also fragen wir uns durch. Man schickt uns ans andere Ende der Stadt, wo ein riesiger Gebäudekomplex steht, der aussieht wie eine amerikanische Shopping-Mall. Er entpuppt sich dann aber als ein Multiplexkino mit McDonalds und Kneipen. Toll! Wieder im Zentrum entdecken wir endlich den Supermarkt. Wir hätten vorhin nur noch 80 m weiter laufen sollen... Der Rückweg wird anstrengend. Die Taschen sind wirklich randvoll, und außerdem haben wir noch ein Sixpack von 1,5 l Volvic-Flaschen gekauft. Endlich am Schiff angekommen hängen unsere Hände am Boden.
In der Capitainerie hat man uns gesagt, daß sich irgendwo an der Promenade ein Internetcafé befinden würde. Also laufen wir die 20 min dorthin. Es ist eine richtig touristische Promenade mit einem Café neben dem anderen und noch ein paar verspäteten Touristen. Etwas mit dem Namen Internet können wir jedoch nicht entdecken. Dafür eine Stadtinformation, die uns wieder den ganzen Weg zurück schickt. Direkt an der Ecke, die wir auf dem Weg zum Supermarkt passiert haben, finden wir dann endlich das "Surf and Play", das eher einer düsteren Zockerhöhle gleicht. 16 PCs stehen auf zwei langen Tischreihen und hinter den meisten sitzt ein schweißüberströmtes Jüngelchen, das hektisch auf den Tasten herumhaut. Jeder "Rechner-Arbeitsplatz" hat seine eigenen Boxen, und so ist die Luft erfüllt von allen Klängen, die Unreal Tournament so zu bieten hat. Wir bekommen einen Zugang und können unsere Mails abchecken und die nötigen verschicken. Dann noch eben die aktuellen Wetterkarten und Prognosen ausdrucken und raus aus dieser "bleihaltigen" Luft.
Wieder am Schiff reinigen wir auch noch die Plicht und müssen uns dann auf Wunsch des Hafenmeisters auf einen anderen Platz verholen. Bis er uns aber endlich einen passenden zugewiesen hat, müssen wir 0,6 sm durch den Jachthafen kreuzen. Für die meisten sind wir einfach zu lang, und als wir endlich einen gefunden haben, kommt das Zollboot herein und es zeigt sich, daß wir halb auf seinem Platz liegen. Jetzt reicht es uns, und wir gehen längseits an ein belgisches Mietboot, dessen Besatzung sich erst mal dafür entschuldigt, daß ihr Bier alle ist. Also bekommen sie fünf Köpi-Dosen von uns gesponsort.