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Ostseetour 2005

11. Tag
20.07.05
Arhus Lystbadehavn - Samsoe, Langoer Havn
S 4
8/8, Regen
16C
24 sm
5:00 h

Es weht ganz moderat als wir lossegeln. Dafür erwischt uns nach einer Stunde ein krasser Schauer mit Böen von guten 7 und wir bergen schnellstens die Fock und packen das dritte Reff in's Gross. Eine ausreichend große Mannschaft ist echt herrlich, da hat man immer genug Manpower und kann seine Segelmanöver nach Lust und Laune ausführen. Zu zweit wartet man doch länger mal ab, ob sich das Wetter nicht doch wieder gibt.
Diesmal ist der Spuk nach 30 min schon vorbei und es geht eigentlich ganz gemächlich weiter. Auf der Karte schauen wir uns Samso genauer an, weil Ragna und Peter (zwei Surfer aus Flensburg) angeblich auf dem Campingplatz im Nordosten zelten und surfen wollen. Dabei entdecken wir den Hafen von Langoer, der in seiner verschlungenen Bucht extem interessant aussieht. Da wollen wir hin, bei dem dauernden Regen ist die Gurkerei auf dem Wasser sowieso nicht der Hit.
Wir passieren den Strand vor dem Campingplatz, aber bei dem Sauwetter treiben sich nur ein paar hartgesottene Dauercamper am Strand herum. Von den Surfern ist nichts zu sehen. Also suchen wir uns den Eingang zur Fahrrinne und schieben uns nur unter Gross durch das schmale Fahrwasser. Bojen sind eher Mangelware, da wird es mit unseren 2,05 m Tiefgang schon spannend. Im glasklaren Wasser erkennt man die ganz flachen Untiefen aber ganz gut.
Der Hafen ist rappelvoll und von hinten kommen noch andere Jachten. Da wir keine Lust haben, unser filigranes Boot ganz innen in's Päckchen zu legen, gehen wir ganz egoistisch an einer fetten Najad 420 längsseits. Sie liegt sowieso schon relativ ungeschützt und die Wellen aus der Bucht passieren uns nur um Haaresbreite. Somit liegen wir ziemlich unruhig, im Gegensatz zu dem Koloss neben uns. Dafür ist unser Nachbar sicherlich auch so ein Motor-Kandidat. Zwei Meter hinter ihrem Bug ist das Deck so breit wie die gesamte Apelia. Ich frage mich, wie sowas segeln soll.
Weil alle Klamotten feucht bis nass sind und es unter Deck langsam einer Tropfsteinhöle gleicht, heizen wir den Ofen an. Es ist ein kleiner Petroleumofen und er macht richtig Dampf. Es wird warm wie eine Sauna und nach 2x Lüften ist die Feuchtigkeit aus allen Ritzen verdrängt. Ziemlich klasse.
Auf dem Rückweg vom Erkundungsspaziergang (bei dem wir Erdbeeren am Bauernhof kaufen) begegnen wir Rolf Nagel von der FSG, der mit seinem Boot und seiner Nichte seit zwei Tagen im Hafen festliegt. Bei dem bescheidenen Wetter hatten sie keine Lust weiter zu fahren und haben es auch nicht eilig. Wir laden sie abends ein und nach Pasta mit Auberginen-Tomatensauce wird's ein gemütlicher Abend mit Ofen und frischen Erdbeeren. Rolf klärt uns dabei auf, dass man bei unserem Boot nicht von Steh, sondern "ausreichend Sitzhöhe" spricht. :o)

Fotos:


Sauwetter, aber gute Laune.

Gemütlich lesen wärend es draußen regnet.

Trotz nur 2,5 m Breite haben wir genug Platz.

Draußen ist alles nass und kalt.