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Ostseetour 2005

14. Tag
23.07.05
Vejeroe - Gedser
W 3-6
8/8
22C
59 sm
10:15 h

Nach unserem Besuch beim Hafenmeister reicht es uns hier und machen wir uns zeitig auf den Weg. Legen wieder ohne Motor ab, was diesmal fast anspruchsvoll ist, da wir in einer Box liegen. Es ist aber die letzte vom Steg, wir können uns als nach links direkt 'raus "zwängen". :o) Als klar ist wie der Wind draußen kommt, ziehen wir den Spi und legen bei 4 Bft los. Toll, fast jede Welle reicht zum Surf, 9,8 kn ist das höchste der Gefühle.
Je näher wir dem Smalandsfahrwasser kommen, desto mehr motorende Jachten begegnen uns. Das ist doch unglaublich, die motoren gegen Wind und Wellen auf das offene Meer hinaus. Völlig krank.
Wir passieren die Brücke und biegen rechts ab. In Stubbekoebing machen wir kurz eine Einkaufspause und decken uns dabei mit dänischem Kuchen, diesen Blätterteiggebilden mit Zuckerguß, ein. Dann geht es bei inzwischen W6 weiter und entlang der Ostküste von Falster nach Süden. Ein Glück, dass wir hier so schön geschützt sind. Es regnet immer wieder, echtes Scheisswetter, da ist es angenehm, kaum durch Wellen gestört zu werden.
An der Südspitze müssen wir noch um die Ecke und durch's Fahrwasser zur Marina. Da bekommen wir einen Vorgeschmack, was uns am kommenden Tag auf der weiten Ostsee erwartet. Von Kiel bis hier können sich etwa 2 m hohe Wellen aufbauen, die aber noch relativ lang sind. Bis auf das dauernde Auf und Ab ist es also harmlos.
Das Fahrwasser bis zur Marina geht fast gegen den Wind, aber im durch Flachs geschützten Wasser können wir ohne Ende Höhe knüppeln und schaffen einen Anlieger. Im Vorbecken der Marina bergen wir die Segel, schön so eine aktive und eingespielte Mannschaft zu sein. Im Hafen heulen die Wanten und der Wind steht genau in die Boxengasse. Keine Ahnung wieso, aber wir gleiten ganz sanft in eine schmale (und deshalb ungenutzte) Box. Zig Leute springen uns zur Hilfe, ist aber unnötig.
Wir wollten eigentlich grillen und hatten in Stubbekoebing extra Fleisch eingekauft. Draußen ist es aber dermassen ungemütlich, dass wir alles in die Pfanne hauen und unter Deck "grillen". Da ist es dank des Ofens auch schön gemütlich und wir vermissen eigentlich nichts.
Auf dem späteren Weg zum Klo entdecken wir eine Charterjacht von sicherlich 50 ft, die es irgendwie geschafft hat, sich auf die Steine am Ende der Boxengasse treiben zu lassen. Ihre Bemühungen da wieder heraus zu kommen sind ziemlich diletantisch und ohne beschädigtes Ruder haben sie es sicher nicht geschafft. Das ganze findet im Dunkeln statt, echtes Scheißspiel.

Fotos:
Nix, zu doofes Wetter.