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Ostseetour 2005

19. Tag
28.07.05
Marstal - Mommark
O 2
1/8
22C
28 sm
10:30 h

Es wird Zeit, dass wir in die Nähe der Förde kommen. Morgen wollen wir ankommen. Es weht nur ein flaues Lüftchen, dafür scheint die Sonne und nachdem wir das Gewirr an Fahrwassern rund um Marstall verlassen halten wir nochmal zielstrebig auf die Bucht westlich von Aeroskoebing zu. Wir wollen wenigstens einmal ankern und die Apelia von unten besichtigen.
Um 15:30 (reichlich spät) frißt sich unser Anker nach dem dritten Anlauf in den Boden, aber das Wasser sieht alles andere als einladend aus. Es wimmelt nur so von Nesselquallen, allerdings stehen alle auf relativ großer Tiefe. Während einer Ausschau hält gehen immer zwei in's Wasser und tauchen mit Schnorchel und Brille unter die Apelia. Sie sieht gut aus, nur ein bisschen brauner Schmier, den man aber leicht abreiben kann und ein paar kleine Seepocken am Ruder sind zu sehen. Am Propeller und seiner Welle hängen dünne Fäden, aber alles nichts schlimmes.
Wir schaffen den Tauchgang alle ohne Nesselkontakt und machen uns dann unter Spi in Richtung West auf den Weg. Immer schön parallel zu Aeroe. Um 17:00 dreht dann der Wind um 180 und wir tasten uns langsam unter Fock weiter. Vor Skjoldnaes, dem Westzipfel von Aeroe sehen wir ein ganzes Rudel Schweinswale, die angenehme Abwechslung bringen. Der Wind ist inzwischen fast eingeschlafen und wir kommen nur noch langsam voran.
Wir machen uns für eine kurze Nachtfahrt bereit, denn motoren wollen wir nicht, da grollt es aus den dunklen diesigen Wolken über dem Festland. Das sieht nicht gut aus, also starten wir unseren kleinen 9-PS-Gehilfen und müssen die letzten 2 h über den kleinen Belt nach Mommark motoren.
In der Dämmerung legen wir an und werden sogar noch vom Hafenmeister empfangen. Kurz darauf steht Sönke Röver von der Hippopotamus neben uns am Steg und quatscht uns an. So junge Leute mit einem Boot, das wegen seines Tiefgangs nicht überall liegen kann, dass fand er interessant. Er ist etwa so alt wie wir und ist vor einem Jahr sechs Monate lang durch die Ostsee geschippert. Das ist natürlich der ideale Ansprechpartner für uns und wir verbringen den Abend bei ihnen an Bord. Das Frühstück soll's im Gegenzug morgen bei uns geben.